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Relaisstörer zu hoher Geldstrafe verurteilt

Am vergangenen Donnerstag, dem 01. Dezember fand vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona die Hauptverhandlung gegen Frank-Ole H. statt. Er war angeklagt, während eines längeren Zeitraums strafbare Inhalte über Funk verbreitet zu haben, im Wesentlichen auch über das

70cm Hamburg-Relais DFØHHH. Funkamateure hatten daraufhin Anzeige bei der Polizei sowie der Bundesnetzagentur erstattet. Die entsprechenden Aussendungen wurden aufgezeichnet. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung beschlagnahmte die Polizei diverse Funkgeräte.
Die Hauptverhandlung am 01. Dezember verfolgten zahlreiche nicht nur aus Hamburg stammende Funkamateure als Zuhörer. Im Verlauf der umfangreichen Beweisaufnahme sagten u.a. mehrere Funkamateure als Zeugen aus und die Aufzeichnungen wurden angehört. Danach bestanden keine Zweifel mehr an der Täterschaft des Angeklagten. Das Gericht verurteilte Frank-Ole H. zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen. Seine Funkgeräte wurden eingezogen.
Weiter machte der Richter dem unter Bewährung stehenden Angeklagten unmissverständlich klar, dass er bei erneutem auffällig werden mit einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung zu rechnen habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Darüber hinaus droht Frank-Ole H. der Entzug seiner Amateurfunklizenz durch die Bundesnetzagentur. Das Urteil fand bei den Zuhörern einhellige Zustimmung. Wer Amateurfunktechnik, egal ob eigene oder fremde, zur Begehung von Straftaten missbraucht, hat in den Reihen der Funkamateure nichts zu suchen und muss mit entsprechender Verfolgung rechnen.
73, Ulrich DL2EP

Quelle: Hamburg-Rundspruch Nr. 48